
Der Manchester-Code ist eine digitale Leitungscodierung, bei der die Information in Form von Flankenwechseln des Signals übertragen wird. Im Gegensatz zu anderen Codes wie NRZ (Non-Return to Zero) oder RZ (Return to Zero), bei denen der Pegel des Signals einen bestimmten Wert für ein Bit repräsentiert, ist die Bedeutung der Bits im Manchester-Code an die Flanken des Signals gebunden.
Technische Funktion:
- Codierung:
- Logische 0: Ein Pegelwechsel von Low nach High in der Mitte der Bitperiode.
- Logische 1: Ein Pegelwechsel von High nach Low in der Mitte der Bitperiode.
- Taktrückgewinnung:
- Die Flankenwechsel des Signals ermöglichen eine einfache und robuste Taktrückgewinnung am Empfänger.
- Selbst bei verrauschten oder verzerrten Signalen kann der Empfänger die Taktfrequenz aus dem Signal extrahieren.
- Gleichstromfreiheit:
- Das Signal des Manchester-Codes ist gleichstromfrei, da die positiven und negativen Pegel gleich lang sind.
- Dies ist wichtig für die Übertragung über lange Distanzen, da Gleichstromanteile zu Signalverzerrungen führen können.
- Vorteile:
- Selbsttaktende Synchronisation: Der Empfänger kann sich selbst mit dem Signal synchronisieren, ohne dass eine separate Taktleitung erforderlich ist.
- Robustheit gegen Störungen: Die Flankenwechsel des Signals sind weniger anfällig für Störungen als Pegeländerungen.
- Gleichstromfreiheit: Das Signal kann über lange Distanzen übertragen werden, ohne dass es zu Signalverzerrungen kommt.
- Nachteile:
- Bandbreite: Der Manchester-Code benötigt doppelt so viel Bandbreite wie NRZ, da pro Bit zwei Flankenwechsel übertragen werden.
- Komplexität: Die Implementierung des Manchester-Codes ist komplexer als die von NRZ.
Bildquelle Manchester Code