Add

Der ADD-Block addiert zwei oder mehr Signale — mit unterschiedlichem Spektrumverhalten für reelle und komplexe Eingänge.

1. Beschreibung des Blocks

Der Add-Block (blocks.add_vxx) summiert mehrere Eingangssignale sample-für-sample zu einem Ausgangssignal auf. Er akzeptiert wahlweise komplexe, reelle (float) oder ganzzahlige (int/short) Eingänge — alle Eingänge müssen denselben Datentyp haben, da der Block intern keine Typkonvertierung vornimmt.

Hier wurden 2 Signale (10 kHz und 50 kHz), jeweils mit Amplitude = 1, addiert:

ADD Block mit zwei Signalen

Das resultierende Signal hat als maximale Amplitude die Summe aus beiden Einzelamplituden.

2. Technischer Einsatz

Der Add-Block wird typischerweise eingesetzt, um mehrere Signalquellen zu einem gemeinsamen Testsignal zu überlagern (z. B. Nutzsignal + Störer für Filtertests), oder um Rauschen additiv auf ein Signal aufzubringen (AWGN-Simulation über eine Noise Source).

Reell vs. komplex — Auswirkung auf das Spektrum: Das Spektrum eines aus reellen Signalen addierten Ergebnisses ist symmetrisch zur 0-Achse — die zugehörigen negativen Frequenzen sind automatisch enthalten. Führt man dieselbe Operation mit komplexen Signalen durch, ist das Spektrum nicht symmetrisch, es sind dann nur die tatsächlich eingespeisten (i. d. R. positiven) Frequenzen enthalten:

ADD Block Spektrum bei komplexen Signalen

3. Parameter und Dimensionierung

Parameter Typ/Einheit Bedeutung Dimensionierungshinweis
type (IO Type) Enum Datentyp aller Ein- und Ausgänge: Complex, Float, Int, Short muss zum Datentyp der angeschlossenen Quellen passen — keine automatische Konvertierung
num_inputs (Num Inputs) Integer Anzahl der zu addierenden Eingänge Standard 2; muss > 1 sein (Block-Assert)
vlen (Vector Length) Integer Anzahl Elemente pro Vektor-Sample Standard 1 (Skalarstrom); nur für vektorisierte Verarbeitung erhöhen

4. Ein- und Ausgänge

Ein-/Ausgang Typ Anzahl
Eingang Complex, Float, Int oder Short (je nach type) num_inputs (mindestens 2)
Ausgang identisch zum Eingangstyp 1

5. Weitere wichtige Aspekte

Kein automatisches Gain-Management: Die Amplitude des Summensignals kann bis zur Summe der Einzelamplituden anwachsen — bei mehreren addierten Quellen mit voller Amplitude droht Clipping in nachfolgenden Blöcken oder bei der Ausgabe. Ggf. mit einem Multiply-Const-Block nachskalieren.

Verwandte Blöcke: Für eine gewichtete Überlagerung (z. B. definiertes SNR) empfiehlt sich, die Eingänge vor dem Add-Block einzeln mit Multiply Const zu skalieren, statt die Amplituden an der Quelle selbst zu ändern.